Wer Außenwerbung erst nach dem Einzug plant, verschenkt Potenzial und zahlt mehr. Warum Architekten und Bauherren das Thema Lichtwerbung schon in der Entwurfsphase berücksichtigen sollten.
Warum Außenwerbung in der Entwurfsphase mitgedacht werden sollte
In der Planungsphase eines Neubaus dreht sich alles um Grundrisse, Fassadengestaltung, Haustechnik und Energieeffizienz. Außenwerbung ist in diesem Prozess meist kein Thema – sie wird als nachgeordnete Aufgabe betrachtet, die nach dem Einzug irgendwie gelöst wird.
Diese Reihenfolge ist ein weit verbreiteter Fehler. Wer die Außenwerbung erst nach Fertigstellung des Gebäudes plant, begegnet einer Reihe von Problemen: fehlendes Leerrohr für Elektroleitungen, keine Verankerungspunkte für Einzelbuchstaben in der Fassade, eine Fassadenstruktur, die für große Schriften nicht geeignet ist, oder ein Gebäudeeingang, der keine sinnvolle Platzierung für ein Schild erlaubt.
Alle diese Probleme lassen sich vermeiden – wenn Werbetechnik von Anfang an mitgeplant wird.
Was Architekten und Bauherren frühzeitig klären müssen
Das Gespräch zwischen Architekt, Bauherr und Werbetechniker sollte spätestens in der Leistungsphase 3 (Entwurfsplanung) stattfinden. Zu diesem Zeitpunkt sind die Fassadengestaltung und die Materialien noch nicht endgültig festgelegt – Korrekturen sind kostengünstig und technisch problemlos möglich.
Folgende Fragen sollten dabei geklärt werden:
- Wo am Gebäude soll die Werbeanlage angebracht werden?
- Welche Art von Anlage ist geplant (Leuchtbuchstaben, Leuchttransparent, Pylone)?
- Wie groß soll die Anlage werden?
- Welche Materialien und Befestigungsarten sind für die geplante Fassade geeignet?
- Welche elektrotechnische Anbindung ist nötig?
Kabelführung, Befestigungspunkte, Statik – was vorab entschieden wird
Drei technische Aspekte sind besonders wichtig:
- Kabelführung: Leuchtende Werbeanlagen brauchen eine elektrische Versorgung. Wird ein Leerrohr im Rohbau verlegt, ist der spätere Anschluss eine einfache Sache. Ohne Leerrohr müssen Kabel nachträglich durch den Putz – das ist teuer und unschön.
- Befestigungspunkte: Einzelbuchstaben und schwere Kastenleuchten brauchen stabile Verankerung. In Massivwänden ist das kein Problem – bei WDVS-Fassaden (Wärmedämmverbundsysteme) müssen spezielle Befestigungssysteme eingeplant werden.
- Statik: Für freistehende Anlagen wie Pylone muss das Fundament in der Tiefbauplanung berücksichtigt werden.
Häufige und teure Fehler bei nachträglicher Werbeplanung
Immer wieder tauchen dieselben Fehler auf:
- Keine Leerstromversorgung vorbereitet – Ergebnis: aufwendige Nachverkabelung, die in fertigen Innenräumen oft kaum verbergbar ist.
- Eine WDVS-Fassade ohne Planung für Schwerlastbefestigung – Ergebnis: Kompromisslösungen, die optisch unbefriedigend oder technisch unsicher sind.
- Ein Eingang, der von der Straße aus nicht gut einsehbar ist, weil in der Planung die Sichtachsen nicht berücksichtigt wurden.
All diese Fehler entstehen, weil das Thema Außenwerbung zu spät auftaucht. Eine kurze Abstimmung in der Planungsphase kostet wenig Zeit – aber spart im Nachhinein oft viel Geld.
Die Zusammenarbeit zwischen Werbetechniker und Architekt in der Praxis
Werbetechniker und Architekten haben unterschiedliche Fachperspektiven – und die Zusammenarbeit funktioniert am besten, wenn beide Seiten frühzeitig und respektvoll miteinander kommunizieren. Der Architekt denkt in Gesamtansichten, Proportionen und Materialsprachen. Der Werbetechniker denkt in Montagedetails, Elektrotechnik und Sichtbarkeit.
In der Praxis entstehen die besten Lösungen, wenn der Werbetechniker frühzeitig einen Entwurfsvorschlag einbringt, der die Architektursprache des Gebäudes aufgreift und gleichzeitig die technischen Anforderungen erfüllt. Spezialisierte Betriebe wie ASSION Werbetechnik Schriesheim bringen diese Perspektive schon in der Entwurfsphase ein und stimmen sich direkt mit Bauherren, Architekten und Planungsbüros ab. Solche integrierten Lösungen sehen nicht nur besser aus – sie halten auch länger und verursachen weniger Probleme.